Die McCoy-Chronik - Wie alles begann ...

Die Grundidee

Seit jeher starte ich ein neues Sims-Spiel mit demselben Initial-Sim. Sein Name ist Jack Harrison. Eine Art geselliger Einzelgänger. Definitiv etwas merkwürdig. Musiker. Moralisch flexibel. Und irgendwann auch immer Besitzer eines schwarzen Katers namens Pixel - Haustiere wurden ja stehts erst als Addon eingeführt. Jack begründete dann mit jedem neuen Sims-Spielstand mit Hilfe der rumwuselnden Townies meine Familien. Aber oft kam ich damit nicht weit. Rechnerumzug, Spieldatenverlust, lange Pausen. Ich musste ungewollt recht häufiger einen neuen Spielstand anfangen. Schlecht für ein Generationsprojekt.

Doch diesmal mit dem beinahe noch jungen Spiel Sims 4 sollte alles anders werden. Ich wollte endlich mal eine Dynastie gründen, die länger als bis zu den Enkeln hält. Dokumentiert mit fortlaufenden Anfangsbuchstaben.
Also ging Jack wieder mit seinem Standard-Setting aber noch ohne Kater an den Start. Und damit auch wirklich alles passte, stellte ich meinem Spinner die perfekte Frau an seine Seite .. oder vielmehr ins Nachbarhaus. Ihr Name: Amanda McCoy. Generation A. Und so begann die Reise.


Wie alles begann ...

Die ersten verwendeten Fotos sind nachgestellt, die letzten aus Staffel 01 und Staffel 02 geborgt.

Jack Harrison bezog ein kleines Häuschen am Bach in Willow Creek. Fantastische Umgebung. Fantastische Nachbarn. Neben den drei besten Freunden Summer, Travis und Liberty, bei denen man auch schon mal den einen oder anderen Nachmittag verbringen konnte, gab es da auch noch Amanda McCoy. Die Chemie stimmte. Sie schien, wie für Jack geschaffen. Es dauerte somit auch gar nicht lange, bis aus den guten Gesprächen, sehr gute Gespräche mit Zusatzleistungen wurden. Alles lief bestens. Sowohl Jacks als auch Amandas Karrieren entwickelten sich prächtig (Entertainer und Journalist) ... und eines Tages auch Amandas Bauch. Es kam nicht ungelegen. Beide freuten sich. Anfangs.
Die Tochter wurde geboren. Eine Tochter! Welch große Freude. Man hatte sogar schon einen Namen: "Bianca". Gott sei Dank kein Junge. Da hatte man bis zum Schluß keinen Namen gefunden.
Aber Amanda war offensichtlich noch nicht fertig. Der Sohn wurde geboren. Zwillinge. Hm. Nun gut. Ein Jungenname musste her. Der Kleine sah recht rund aus. Und gemütlich. Und schien mit sich und der Welt hochzufrieden. Er wurde spontan Balu getauft.
Amanda war immer noch nicht fertig. Noch ein Sohn wurde geboren. Was zum ... Drillinge?! Gähnende Leere herrschte bei der Namenswahl. Und der Kleine schrie und plärrte. Es brauchte einen guten Namen. Ein gutes Omen. Balthasar. Da kann ja nichts schiefgehen.

Jacks Bude war mit zwei Bewohnern ganz gut gefüllt. Zu dritt mit einem Baby wäre es zumindest die erste Zeit gegangen. Doch zu fünft war das vollkommen illusorisch. Balthasars Wiege stand bereits draussen auf der Terrasse. Schweren Herzens stand also ein Umzug an. Doch das Budget war arg begrenzt. Ein Haus mit ausreichend großen Zimmern und niedriger Miete wurde gesucht. In Oasis fand sich schließlich eine Immobilie, die zwar nicht sehr hübsch, aber pragmatisch war.
Die erste Zeit war schwer. Sehr schwer. Die Nerven lagen bei beiden Elternteilen blank. Ein Kind schrie irgendwie immer. An ausreichend Schlaf war nicht zu denken. 'Es wird besser, sobald sie älter werden.' tröstete sich Jack. Aber es wurde nicht besser. Bianca stellte das geringste Problem da. Sie schien recht unabhängig zu sein und war zufrieden, wenn sie in Ruhe mit den Stapelblöcken spielen konnte (Merkmal Unabhängig). Für Stimmung im Haus sorgten die zwei Jungs. Balu alleine wäre natürlich auch nicht das Problem gewesen. Er war engelsgleich, ausgeglichen und entspannt (Merkmal Engelsgleich). Er schien seinem gewählten Namen wirklich entsprechen zu wollen. Ganz anders Balthasar (Merkmal Heikel). Er machte es recht schnell zu seinem Hobby, Balu zu triezen, wo es nur Gelegenheit dazu gab. Und Balu war lernresistent. Anstatt Balthasar aus dem Weg zu gehen, rannte er ihm sogar noch hinterher, um ihn zu umarmen und liebzuhaben.

Schließlich kam der Tag, an dem Jack es nicht mehr aushielt. Die Kinder wurden zwar älter, aber nicht erträglicher. Also ging er ... Milch holen. Und nahm sich vor mit dem Rauchen anzufangen. Er überwies vorher Amanda noch seinen gesamten Kontoinhalt und tauchte unter. Er war Entertainer. Er wollte Spass! Natürlich waren da die Gewissensbisse und wenngleich die Beziehung zu Amanda aufgrund der Kindergesamtlage ziemlich gelitten hatte, so mochte er sie ja schon noch. Aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmte einfach nicht mehr.
Amanda versuchte das Beste aus der Situation zu machen. Sie ließ Balu und Balthasar alles unter sich klären und konzentrierte sich auf Bianca. Dadurch hatte sie auch wieder mehr Zeit für ihre Karriere so dass sie schließlich, als die Kinder größer wurden, ein größeres Grundstück in der Nachbarschaft erwarb und für kleines Geld ein Mitbauhaus errichten ließ. Das McCoy-Anwesen.
Auch als sie älter wurden, hielten Balu und Balthasar an ihrem Verhältnis der gegenseitigen Überzeugungsversuche fest. Während Balthasar stehts versuchte, Balu zu irgendwelchem Unsinn anzustiften oder in selbigen hineinzuziehen, war Balu bemüht, Balthasar auszubremsen und ihm doch noch irgendwie Moral und Empathie beizubringen. Bianca hielt sich aus allem raus und zog ihr Ding durch.

Bianca hatte einen netten Townie kennengelernt: "Brant Hecking". Der sah gut aus. Also zog sie alle Register, um ihn irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Das erwies sich als erstaunlich schwer. Naja, wer kann denn auch ahnen, dass der Gute eigentlich verheiratet ist und am anderen Ufer fischt. Aber nach langen Bemühungen sollte es zumindest für kurze Zeit klappen ... inklusive Nachwuchs. Aus der Verbindung entstand Carly, die genau wie ihre Mutter ohne ihren Vater aufwachsen sollte. Der ging nämlich durchaus verschämt zurück zu seinem Mann.
In der Zwischenzeit kamen auch neue Gestalten nach Oasis. Auffällige Gestalten. Balthasar, inzwischen ein sehr erfolgreicher Bodybuilder, wurde hellhörig, als er etwas über "Vampire" flüstern hörte. Vampirismus. Das wäre doch genau sein Ding. Wie also kann man einen dieser Blassen davon überzeugen, dieses unglaubliche Geschenk zu teilen? Wie gut, dass er das eine oder andere aufgeschnappt hatte, wenn Balu mal wieder zu einer belehrenden Tirade ansetze.
Balthasar warf sich an die junge Lilith Vatore ran. Er konnte durchaus charmant sein, wenn er wollte. Er wollte nur meistens nicht. Lilith fiel tatsächlich auf ihn herein und machte ihm schliesslich das heiß ersehnte Angebot. Kaum pulsierte das Vampirblut durch seine Adern, ließ er sie auch schon fallen. Nun war er wer. Keiner konnte ihm mehr das Wasser reichen.
Balu sah dies alles mit Sorge. Wenngleich er nicht Balthasars harten Trainingsplan mitbefolgte - er aß alleine einfach schon zu gerne dafür - hatte er sich doch bemüht, zumindest soweit mit ihm mitzuhalten, dass er ihn im Notfall immer aufhalten konnte. Unvergesslich war ihm der Abend, als er das erste mal Bathasar im Basketball schlug. Es sollte eine Weile dauern, bis sich sein Bruder ob seiner Niederlage wieder beruhigte. Doch nun als Vampir? Wie sollte er da noch mithalten. Balu gestand sich ein, dass er sogar Angst vor Vampiren hatte. Und jetzt war sein eigener Bruder einer und wohnte unter dem gleichen Dach.

Ich lasse meine Sims idR selber entscheiden, was sich machen und wie sie sich entwickeln wollen. Randomauswürfeln von Merkmalen. Befolgen von Wünschen. Ich war sehr überrascht, als eines Tages bei Balu aus "Angst vor Vampiren" ein "zum Vampir werden"-Wunsch wurde.

Schließlich traf Balu eine folgenschwere Entscheidung. Er konnte nicht mehr mit Balthasar mithalten. Balthasar jedoch einfach so auf die Welt loslassen ohne jemanden, der ihn bremst? Als Vampir? Für alle Zeit? Völlig ausgeschlossen! Somit überwand Balu sich und bat Balthasar auch ihn zu verwandeln. Das kam für Balthasar sehr überraschend. Sollte er am Ende seinen Bruder doch endlich überzeugt bekommen haben? Zu zweit die Gegend unsicher machen ... alleine der Gedanke ... Balthasar fackelte nicht lange. Nicht dass der Dicke noch einen Rückzieher machte. Also rammte er Balu kurzentschlossen seine Zähne in den Hals und holte ihn zu sich auf die dunkle Seite .. mehr oder weniger.
Als Balthasar seinen Irrtum nach einiger Zeit schließlich einsehen musste, packte er knurrend seine Koffer und zog aus. Weit weg in die große Stadt in ein kleines, heruntergekommenes Apartement. Nur weg von der Familie.
San Myshuno war genau Balthasars Ding. Er kam mit den "richtigen" Leuten in Kontakt und fing an, sich seine eigene, selbstständige Existenz aufzubauen. Er war wie geschaffen für den Untergrund und schon bald Anführer einer recht erfolgreichen Bande, die er immer mehr zu einer noch erfolgreicheren Organisation ausbaute. Schon bald kam man nicht mehr an Balthasar vorbei. Er hatte die Fäden in der Hand und wußte sie nur allzu gut zu nutzen. Er war da, wo er immer sein wollte.

Im Hause McCoy ging derweil das Leben recht normal weiter. Balu musste einsehen, dass Balthasar zumindest aus seiner unmittelbaren Reichweite war und es auch blieb. Also kümmerte er sich zusammen mit seiner Schwester nicht nur um Carly und ihre Ausbildung, sondern versuchte aus seinen alternativen Lebensumständen das Beste zu machen. [Irgendwie tat mir die Entwicklung leid, also wich ich noch ein einziges mal von meinem "generischen Ansatz" ab und bastelte Balu die ideale Partnerin. Ich hatte den "überflüssigen Dicken" tatsächlich ins Herz geschlossen.]
Balu lernte nach längerer, erfolgloser Suche eine in seinen Augen fantastische Frau kennen. Marie-Jane Jenkins.

Marie-Jane war ein etwas gestrandeter Vampir mit Schriftstellerambitionen und einem kleinen Hund namens "Streuner". Als echtes Dorfmädchen wurde sie aus selbigen mit Heugabeln und Fackeln vertrieben. Die Dörfler hatten einfach kein Verständnis für Vampirismus. Dabei war das noch nicht mal wirklich freiwillig von ihr. Sie lag bereits im Bett und wartete aufgrund einer tödlichen Erkrankung resigniert auf ihr Ende, als ein junger, hungriger Vampir ausgerechnet sie versnacken wollte. Sie kamen kurz ins Gespräch und der nächtliche Besucher erhörte tatsächlich ihr Flehen und gab seinen Vampirismus an Marie-Jane weiter. Allerdings verholte er sich danach auch sehr schnell.
Marie-Janes plötzliche Genesung erzeugte im Dorf einiges an Aufsehen und schliesslich den Fackelumzug. Auf ihrer Suche nach einem neuen, ruhigen Zuhause las Marie-Jane den kleinen Hund "Streuner" auf. Sie gaben sich gegenseitig Halt und landeten schliesslich in Forgotten Hollow. Dort sollte sie auf Balu treffen. Liebe auf den ersten Blick.

Balu und Marie-Jane beschlossen schließlich zusammenzuziehen. Balu war trotz Vampirismus sehr erfolgreich als Koch und so leisteten sich die zwei ein wunderschönes, mittelgroßes Haus in Brindleton Bay. Natürlich waren die zwei auch sehr experimentierfreudig. Aus dieser Experimentierfreude entstanden unerwartet aber nicht unwillkommen die Zwillinge Alexandra und Christin [Risky Woohoo als Fledermäuse]. Beide Mädchen geborene Vampire.
Marie-Jane wurde eine erfolgreiche Kinderbuch-Autorin. Ihre Buchreihe "Kater Felix" wurde zum Bestseller. Balu erlangte Berühmtheit als Promi-Koch und fing selber an, (Koch-)Bücher zu schreiben. Da keines der inzwischen erwachsenen Mädchen Anstalten machte, auszuziehen und die finanziellen Möglichkeiten absolut vorhanden waren, kaufte die Familie Jenkins schliesslich die große Villa von Brindleton Bay, wo sie bis heute leben.

Auch Carly zog schließlich aus dem McCoy-Anwesen aus und in die große Stadt. Sie war musikalisch begabt und etablierte sich als erfolgreiche Violinistin. In der Stadt lernte sie den Townie Arjun Acharya kennen. Sie heirateten und bekamen Zwillinge [Ich neige offensichtlich nicht zu Einzelgeburten.]. Die Geschwister Diana und David hätten unterschiedlicher nicht sein können. David entwickelte sich zum regelrechten Hippi-Ökofanatiker komplett mit Vegetarierüberzeugung. Diana bevorzugte die handfeste Aktion in einer Polizeikarriere. Sie zog zurück ins McCoy-Anwesen während David sich auf eine grüne Wiese in Windenburg auf Crumble Island begab und dort ein Zelt, sehr viel später einen Trailer hinstellte. Ohne Strom und Wasser. So etwas braucht es schliesslich nicht. Schon gar nicht fürs Blumenbinden. Verkaufte er anfangs noch in einem kleinen Laden selbstgefertigte Gestecke für seinen Arbeitgeber, stolperte er schon bald über eine Anzeige, in der ein Blumenladen zu einem Spottpreis abzugeben war. Von Balthasar McCoy. Balthasar McCoy ... von der Offensichtlichkeit des Namens abgesehen erinnerte sich David an ein paar merkwürdige Geschichten über einen Großonkel von ihm. Eindeutig verwandt. Und tatsächlich war Balthasar nur allzu froh, den Laden so schnell los zu werden. Irritierte Nachfragen von David winkte er ab mit "differenzierte Geschäftsinteressen". David hatte daraufhin gerade in der ersten Zeit sehr häufig Besuch von verschiedensten Behörden. Doch der Laden war (jetzt) sauber und die Verträge absolut in Ordnung. Somit freute er sich über sein Schnäppchen und kümmerte sich um so intensiver um nunmehr seinen Laden.
David hatte schon immer mit den Pflanzen geredet. Jetzt, wo er immer häufiger sogar in seinem Laden übernachtete, hatte er den Eindruck, sie würden antworten. Er intensivierte seine Bemühungen. Er meditierte stundenlang und testete fröhlich diverse, bewußtseinserweiternde Kräuter und Pilze. Balthasar hatte ihm da einiges dagelassen, was David zwar schnellstmöglich raus aus dem Laden aber keineswegs in die Mülltonne schaffte. Schließlich antworteten die Pflanzen wirklich. Sie fingen an, David anzuleiten. Er lernte viel über Pflanzen und er experimentierte weiter. Man kann nicht direkt sagen, dass die Experimente schief gingen. Vielmehr hatten sie ungeahnte Nebenwirkungen. David wurde selbst zu eine Art Pflanze. Nichts, was ihn beunruhigte. Viele sprechen vom "grünen Daumen". David hatte ihn nun wirklich.

Man mag meinen, jemand wie David würde als einsamer Junggeselle mang seiner Pflanzen sterben. Doch ganz im Gegenteil .. regelmäßig kam David mit der einen oder anderen Kundin etwas länger ins Gespräch. Die Kunden riefen telefonisch zurück und man traf sich auf einen Kaffee, einen Kuchen, ein kleines Techtelmechtel. Und so entstand Enya McCoy. Ihre Mutter Mariko Nakamura war durchaus etwas überrascht und sie drängte auf Heirat. David als grundehrlicher Kerl stimmte ohne zu zögern zu. Aber die Wohnsituation wurde schwierig. Mariko weigerte sich ohne Strom und fliessend Wasser in einem Trailer zu hausen. David konnte sich nicht vorstellen auch nur irgendwo anders zu leben. Er fragte bei seiner Schwester in Oasis an, ob im McCoy-Anwesen für seine Frau und sein kleines Kind nicht noch Platz wäre. Diana stimmte etwas überrascht zu.
David kam so oft wie möglich zu Besuch vorbei und lud Mariko regelmäßig zu sich ein, in der Hoffnung, sie würde sich früher oder später für seinen Lebenstil erwärmen. Tat sie nicht. Zusammen mit Diana zog sie Enya in geordneten und trockenen vier Wänden groß.

Enya erwies sich als genialer Vielfraß. Oder verfressenes Genie. Auf der Suche nach wohlschmeckenden Snacks, die nicht den Kleiderschrank umorganisieren, ging sie in die Lebensmittelforschung. Sie lernte den Musiker Erik Lessing kennen und lieben. Recht schnell zogen die Zwei zusammen und groß war die Freude, als Enya eines Tages morgens zum Klo sprintete und sich den Mageninhalt durch den Kopf gehen ließ. Nun, in diesem Moment vielleicht nicht für Enya, aber die Schwangerschaft war ausdrücklich erwünscht. Eine ganz normale Familie in einem schönen Haus. Theoretisch. Das Sim-Leben passiert, während der Spieler noch Pläne schmiedet. Erik Lessing ging kurz nach Enyas Klogang vor die Tür um ein merkwürdiges Licht zu untersuchen. So so. Das war also eine Alienentführung. Und dann auch noch eine sehr fruchtbare, wie sich kurz darauf herausstellen sollte. Aber ersteinmal wusste davon noch keiner etwas. Enya war froh, dass Erik wieder da war, wusste durchaus um ihren eigenen Zustand und macht ihrem Liebsten hektisch einen Heiratsantrag.

[Das war der Moment, in dem sich mein Sims4-Spiel zum allerersten Mal aufhing. Den Göttern sei Dank hatte ich nicht lange vorher gleich nach der Entführung abgespeichert. Den Antrag - der überraschenderweise von Erik abgelehnt wurde! - musste ich also nochmal machen. Aber wollte ich das? Ich fand die Ablehnung wirklich blöd. Aber was solls. Generisch und so wenig wie möglich beeinflußt. Ich war sehr erstaunt, als Erik den "zweiten" Antrag dann plötzlich annahm.

Zwei ganz normale, angehende Eheleute. Beide schwanger! Nunja, fast ganz normal. Enya gebar schießlich Faith .. und Erik Flynn. Das erste, geborene Alien. Doch Erik war nur ein Townie. Flynn hatte keinerlei Anteil am Stammbaum. Was also tun. Faith war ganz klar die Stammbaumhalterin. Und doch musste sie nun erst einmal pausieren. Flynn Erikson ging an den Start und wollte die Welt erobern.
Und das tat er auch. Als nerdiges Genie, der seine Intelligenz nicht nur von seiner Mutter geerbt, sondern auch noch ausgebaut hat, stürzte er sich ebenfalls kopfüber in die Wissenschaft. Er zog schnell aus und in einen kleinen Trailer in der gleichen Strasse ein. Eine fantastische Junggesellenbude .. die er regelmäßig abfackelte. Er ist wohl der Einzige in der ganzen Sim-Welt, der es geschaft hat, seine Dusche zum Brennen zu bringen.

Es dauerte gar nicht lange und auch Flynn wurde entführt. Seine Mutter wollte wohl "Hallo" sagen. Jemand anderes wollte sogar noch mehr als das. Flynn kam schwanger zurück. Noch ein Alien. In einem Alien. Fantastisch. Wie hoch ist dafür wohl die Wahrscheinlichkeit. Überraschend hoch, wie sich später noch herausstellen sollte. Viel zu hoch um genau zu sein. Zum damaligen Zeitpunkt war es jedoch noch eine Sensation und nicht das Ärgernis, was es später werden würde. Flynn freute sich ungemein. Und dann ... [ ... und dann stürzte bei der Geburt mein Spiel ab. Der wieder reingeladene Spielstand war beschädigt. Jedesmal, wenn ich den Spielstand neu reinlud, traten andere Fehler auf. Ich entschied mich letztenendes für eine Version, in der ein Menschenbaby vor Flynns Haustür lag, zu dem er absolut keine verwandschaftliche Beziehung hatte und überlegte, was das ingame wohl bedeuten möge. Vertauschung im Krankenhaus? Rückenführung und unterjubeln eines "Dummies"? Genetische Defekte?]
Flynn war ratlos. War das sein Sohn? Er zog ihn erst einmal wie seinen Sohn auf und nannte ihn aufgrund seiner Lautäußerungen Bagheera. Aber die Unsicherheit blieb. Sie war regelrecht überwältigend. Der Gentest war nicht eindeutig. Wie kann das sein? Seine Mutter wußte auch keinen Rat und verwies ihn an Balu, den großen Alten der Familie, der auf alles eine Antwort hat. Balu spürte Flynns tiefe Verunsicherung, die sich auch auf den jungen Bagheera übertrug und bot an, den Jungen eine Weile zu sich zu nehmen. Flynn stimmte zu. Seine Arbeit litt bereits darunter. Er hoffte, so erst einmal sein eigenes Leben wieder geordnet zu bekommen, bevor er einem anderen zu einem guten Start verhalf.

Es funktionierte. Seinem genialem Geist entsprang wieder eine fantastische Erfindung nach der anderen. Sehr bald übernahm er die Leitung des Labors und hatte nun unbegrenzten Zugang zu Ressourcen, was er in aller Form ausnutze. Er baute sich schliesslich ein Klongerät zusammen. Doch Mineralien zu klonen wurde alsbald zu langweilig, also stellte er sich kurzerhand selbst darauf. Tatsächlich sah er sich nun seinem Ebenbild gegenüber. Dieser schien sich durchaus bewußt zu sein, dass er der Klon ist und schlug vor, ihn der Einfachheit "Barry" zu nennen. Flynn gefiel das. Er mochte den Namen schon immer. Zeit sich nunmehr mit doppelter Power auf die Erforschung von Alienaktivitäten zu stürzen. Da wären schliesslich noch so einige Fragen zu klären. Unter anderem zu seinem Sohn.

In der Zwischenzeit im McCoy-Anwesen ist auch Faith zu einer schönen jungen Frau herangewachsen ... mit einem etwas exzentrischen Geschmack. Sie lernte Vladislaus Straud nachts in einer Bar kennen. Es ist zwar nicht so, dass sie sich Hals über Kopf in ihn verliebte, aber sie fand ihn hochinteressant. Eine Heirat hat sie nie angestrebt. Aber sie wollte Spass mit diesem unterkühlten, steifen Mann, der das Wort Spass noch nicht mal buchstabieren zu können schien. Je unterkühlter er war, desto interessanter wurde er für sie. Und ja, die zwei landeten schießlich im Bett. Aus dieser Verbindung entstand Gabriel .. [der generische Sim mit dem wohl herausfordernsten Aussehen, den ich jemals im CAS verweifelt mit Eyeliner und Haarschnitten bearbeitet habe]

Und was wurde aus Jack Harrison? Der Typ, mit dem alles anfing? Nun, er zog schliesslich zurück in sein altes Häuschen, holte sich eine schwarze Katze aus dem Tierheim (Kater waren gerade aus), nannte sie Pixel und ging eine Zeit lang etwas fragwürdigeren Geschäften nach. Auch er lernte schliesslich diesen interessanten Typen namens Vladislaus Straud kennen. Jack schaffte es sogar, Vladislaus zum Lachen zu bringen, was der Beginn einer Freundschaft wurde. Vladislaus lud Jack schliesslich zu sich nach Hause ein. Dieser Jungspund hatte Potenzial. Das sollte nicht verschwendet werden. Ohne groß zu fragen zog er Jack zu sich auf die dunkle Seite. Jack war etwas überrumpelt. Die Aussicht auf Faltenfreiheit hatte jedoch etwas für sich. Immerhin zeigten sich schon die Ersten davon. Zeit gegenzusteuern.
Seine Katze Pixel war leider nicht immun gegen Alterung und Tod. Pixels Nachfolger Bacon war ein anderes Kaliber. Sehr territorial. Der rabiate Kater hatte keine Hemmungen, auch Vladislaus die Beine anzufetzen. Doch Jack vermißte Pixel. In einem dunkeln Ritual, von dem er in verstaubten Büchern gelesen hatte, beschwor er nach Bacons Alterungs-Tod Pixels Geist herauf, rief ihn zurück ins Leben und verjüngte ihn dauerhaft.
Jack Harrison lebt nun zusammen mit seiner schwarzen Katze Pixel immer noch im kleinen Junggesellen-Haus in Willow Creek, hat Spass als Entertainer und genießt das Vampirleben.